Freitag, 22. Juni 2018

Urlaub 2018 - zwanzigster Tag - die Berge erkunden - rund um Milia


... der nächste Morgen hat mich mit etwas Vogelgezwitscher geweckt. Schön leise, aber einige Vöglein scheinen sich miteinander zu unterhalten. Hier oben in den Bergen ist es ganz fantastisch, es ist heute früh sogar etwas kühl, ich denke mal nicht mehr als 21 Grad. Aber die absolute Stille von gestern Abend ist weg. Auch gut - es ist Tag!

... nun Milia entdecken ...


Ich bin früh aufgestanden, hab mich fertig gemacht und bin zum Frühstück gegangen, es war so fünf Minuten nach Acht. Es war vorbereitet, aber wohl noch nicht ganz fertig. So habe ich versucht, Ziegenkäse als Butter (war in so kleine Stücken wie sonst Butter geschnitten) unter die Salami zu schmieren - das hat nicht gut geklappt - aber gut geschmeckt. Kaffee, Orangensaft und Spiegeleier waren gut, es stand auch Joghurt da, mit Orangen war das köstlich. Nach dem Frühstück hab einen Rundgang durch die kleine Siedlung Milia gemacht und ein paar Fotos geschossen.


Und hier ein paar Eindrücke von meiner einfachen Unterkunft in Milia.



Die Decke besteht aus großen Balken, die Wände sind einfach geputzt.


Annehmlichkeiten der heutigen Tage wie Dusche, WC, Waschbecken und warmes Wasser sind hinter der Tür absolut professionell vorhanden. Vor dem Fenster steht ein einfacher Tisch, das Fenster ist mit Fliegengitter geschützt. Es ist alles da, was zum Leben gebraucht wird.


Sollte man im Winter nach Milia kommen, ist auch ein Ofen vorhanden.



Der Rundgang durch das Anwesen zeigt viele verschiedene Gebäude.







Alles aus alten Steinen restauriert, oder neu aufgebaut, überall viel grün, fast alles Kastanienbäume.



Das Gemeinschaftshaus enthält auch die Taverne und Rezeption der gesamten Anlage. Hier gibt es richtigen Strom, Akkus laden - kein Problem.


Alles in einem wundervollen Kastanienwald.



Es ist beeindruckend, was hier gemacht wurde, gerade wenn man es mit vielen Dörfchen an der Südküste vergleicht. Es war sicher eine gute Idee der zwei Brüder, das Dorf Milia aufzubauen, auch wenn sie am Anfang alle gegen sich hatten. Das Resultat kann sich sehen lassen. Auch wenn die Preise hier für eine Übernachtung ein ganzes Stück teuerer sind, denke ich das es angemessen ist für die Leistung, die hier vollbracht wurde.

... und heute durch Kreta's Bergwelt steifen ...


Der Weg auf dem ich mich jetzt befinde, soll an einem Castello vorbei gehen, im Führer ist davon nichts vermerkt. Der Weg ist  toll, im Moment geht es ganz langsam bergab. Es ist nicht heiss, egal in welche Richtung man schaut, überall Berge.


Fantastische Aussicht







An fast jedem Ort, der eine Bedeutung hat, in jedem Dorf sowieso, steht eine Kapelle. Hier in Tsourouniana ist daneben auch der Dorffriedhof. Der Glaube ist stark verwurzelt, die griechische Bevölkerung besteht zu 97 % aus orthodoxen Christen. (ok, bei Wikipedia abgeschrieben, wer würde denn so etwas aus dem Kopf wissen, oder?)




Hier wird Sonnenenergie geerntet, das ist sicher viel besser, als die letzten Kohlereserven des Planeten zu verfeuern. Das habe ich noch nicht häufig hier in Kreta gesehen, das steckt hier noch in den Kinderschuhen. Und bei über 300 Sonnentagen auf Kreta auch sicher eine lohnende Investition.






Die zwei Apfelsinen - Geschichte
In dem kleinen Dorf Aikirgianis steht eine einsame Kapelle, dahinter ein offener Garten mit vielen Obstbäumen, unter anderem auch mehrere mit Apfelsinen. Einige lagen schon unten und faulten so vor sich hin. Man braucht nur ein kleines Stöckchen (ja in Griffnähe sind keine mehr) und einmal da oben leicht gegen eine Apfelsine klopfen - schon fällt sie herunter. Sind richtig reif und zuckersüß, das Messer gezückt, aufgeschnitten und gegessen - sehr, sehr gut.




Hinten am Horizont sieht man die Bucht von Kissamos.





Merksatz des heutigen Tages: Je länger die Früchte am Baum hängen, desto süßer werden sie.


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